25 Jahre Mix Dur

Ein Vierteljahrhundert voller Musik, Leidenschaft und guter Laune.

Was vor 25 Jahren als einmaliges musikalisches Experiment gedacht war, ist längst eine feste Größe im Neuhausener Kulturleben: Der gemischte Chor Mix Dur feierte sein 25-jähriges Bestehen mit vier Jubiläumskonzerten – und bewies dabei eindrucksvoll, dass man auch nach einem Vierteljahrhundert noch jede Menge Spaß auf und hinter der Bühne hat.

Entstanden ist Mix Dur anlässlich der 150-Jahr-Feier des MGV Neuhausen. Der eigens gegründete Projektchor sollte eigentlich nur einmal auf der Bühne stehen. Doch das Publikum war begeistert – und die Sängerinnen und Sänger offenbar ebenfalls. Und so wurde aus dem geplanten einmaligen Auftritt eine Erfolgsgeschichte, die nun schon seit 25 Jahren anhält. Man könnte sagen: Aus „nur einmal“ wurde ziemlich schnell „warum eigentlich aufhören?“.

Mit Peter Klapper hat der MGV das große Los gezogen. Seit 25 Jahren führt er den Chor mit großem Engagement, viel Herzblut und einer ansteckenden Begeisterung für die Musik. Er bearbeitet und arrangiert die ausgewählten Musiktitel mit viel Gespür und versteht es, viele unterschiedliche Stimmen zu einem gemeinsamen Klang zu verbinden. Dabei ist Peter unser „tanzender Derwisch“-immer in Bewegung, immer dort wo er gebraucht wird und stets mit einem Lächeln im Gesicht. Egal, wie turbulent es ist, er bleibt positiv, gut gelaunt und steckt mit seiner Energie alle an. Mit Annette Articus und Tanja Klapper wird das Dreamteam komplett. Sie organisieren Kostüme,  studieren die Tänze ein, singen und tanzen in fast jeder Szene und sind für die Gesamtperformance zuständig –sie machen das einfach großartig!

Fast 200 Mitwirkende sind am Start, unzählige Schminkpinsel, fliegende Kostümwechsel – hinter der Bühne herrscht organisiertes Chaos. Und jeder hilft Jedem, jeder weiß was zu tun ist, der Bär steppt und am Ende läuft alles wie am Schnürchen. Was für eine Disziplin und ein unglaubliches Miteinander!
Nicht wegzudenken ist außerdem Sabine Gronau, die das Publikum seit vielen Jahren als Moderatorin durch die Konzerte führt. Charmant, humorvoll und äußerst souverän verbindet sie musikalisches Fachwissen mit einer gehörigen Portion Witz. Dass sie zudem selbst solo singen kann, macht den Volltreffer komplett. Sabine versteht es einfach, das Publikum mitzunehmen – und wenn sie auf der Bühne steht, darf man sicher sein, dass auch zwischen den Liedern keine Langeweile aufkommt.

Zum 25-jährigen Bestehen präsentierte Mix Dur ein musikalisches Best-Of und ließ dabei zahlreiche Höhepunkte der vergangenen Jahre noch einmal aufleben.

Den Auftakt bildete das Medley aus „Der König der Löwen“, gefolgt von „Nothing Else Matters“ von Metallica. Mit „Aquarius“ und „Let the Sunshine In“ zog anschließend Flower-Power-Stimmung ein, bevor mit „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin ein weiterer Klassiker folgte.

Besonders eindrucksvoll wurde es bei den Liedern von Michael Jackson, die gemeinsam mit den Mixed Teens und Mix Voices präsentiert wurden. Bei „The Earth Song“ trugen Kinder eine große Erdkugel auf die Bühne. Ein wunderschönes Bild – und eigentlich auch eine ziemlich klare Botschaft: Die Welt ist bei den Kindern vielleicht besser aufgehoben als bei uns Erwachsenen. Zumindest an diesem Abend sah das schon einmal sehr überzeugend aus.

Mit Ausschnitten aus „Tanz der Vampire“ wurde es anschließend düster und dramatisch, bevor das Publikum in die Pause entlassen wurde. Schließlich brauchen nicht nur Vampire gelegentlich eine Verschnaufpause.

Nach der Pause ging es mit einem Medley aus „Les Misérables“ weiter. Bei „Africa“ von Toto sorgte eine besondere Body-Percussion für die passenden Regengeräusche. Ein ungewöhnlicher und wirkungsvoller Effekt – Afrika inklusive Regen, und das inmitten der Egelseehalle!

Mit Herbert Grönemeyers „Musik nur, wenn sie laut ist“ wurde der Lautstärkeregler noch einmal ordentlich bemüht. „Bohemian Rhapsody“ von Queen setzte anschließend einen weiteren Höhepunkt und verlangte dem Chor noch einmal einiges ab.

Für das große Finale ging es schließlich in die Welt von „The Greatest Showman“. Mit „A Million Dreams“, „The Greatest Show“ und „From Now On“ wurde nicht nur ein spektakulärer Schlusspunkt gesetzt, sondern gleichzeitig eine klare Botschaft für die Zukunft: Mix Dur macht weiter.

Für besonderen Augenschmaus und beste Unterhaltung sorgten die Tanzgruppen ChoriFeen, Pagen und Grashüpfer, die das gesamte Programm mit ihren Auftritten bereicherten und damit eindrucksvoll zeigten, dass ein Mix-Dur-Konzert nicht nur etwas für die Ohren ist. Mit Energie, Ausdruck und tollen Kostümen machten sie die Musik sichtbar und verliehen jeder Nummer ihren ganz eigenen Charakter. Weil offenbar auch so mancher Sänger und manche Sängerin ein verborgenes Tanztalent in sich trägt, blieb die Freude nicht nur den Tanzgruppen vorbehalten. Bei „Schattenland“, Knoblauch und Les Miserable wurden auch tanzfreudige Chormitglieder ins Geschehen eingebunden, mit viel Begeisterung und beachtlichem Körpereinsatz.

Als Zugabe durfte natürlich  „Seasons of Love“ nicht fehlen. Doch damit war der Abend noch längst nicht vorbei: Für die letzte Nummer verließen die Sängerinnen die Bühne und mischten sich mitten unter das Publikum. Singend und performend bewegten sie sich durch die Reihen und rückten damit noch einmal ganz nah an die Zuschauerinnen und Zuschauer heran. Die Nähe und Energie dieses besonderen Moments brachten die Stimmung noch einmal zum Kochen – ein Finale, das Publikum und Sängerinnen gleichermaßen miteinander verband.

Und da wäre dann noch die Showband, zusammen mit Sabine Hepp und den Jungs am Perussion – die haben den Laden gerockt und den Chor getragen.

Dann gibt es noch die vielen fleißigen Helfer, die hinter den Kulissen mitgewirkt haben: unsere Technik Crew, das Schminkteam, das Karten- und das Bewirtungsteam. Euch sieht man zwar nicht – aber ohne Euch wäre die Bühne ziemlich leer. Nur mit Eurer Hilfe ist so ein Konzert überhaupt möglich! Danke für den unermüdlichen Einsatz und das Engagement So endete ein Jubiläumskonzert, das eindrucksvoll zeigte, was 25 Jahre Mix Dur ausmachen: musikalische Vielfalt, gemeinsames Engagement, Kreativität, Humor und vor allem die Freude daran, Menschen mit Musik zu erreichen.

Aus einem einmaligen Projekt ist eine feste Größe im Neuhausener Kulturleben geworden. Und nach diesem Abend darf man getrost davon ausgehen, dass die Geschichte von Mix Dur noch längst nicht zu Ende geschrieben ist.
From Now On – auf die nächsten 25 Jahre Mix Dur

Bericht: Heidi Nowak und Susanne Wegerer

Fotos: Uwe Drücker

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