Feuchtes Eck
Leitung: Klaus Breuninger
Ansprechpartner:
Benjamin Rauser (Email: info@feuchteseck.de)
Probetermine: Freitags von 20:30-22:00 Uhr im Saalbau
Willkommen beim Feuchten Eck Neuhausen
Vielfalt ist unser Programm! Als kleiner Chor in Neuhausen sind wir sehr flexibel und stellen uns gerne auch allen (musikalischen) Herausforderungen. Wir veranstalten eigene Konzerte und sind aber auch gerne Gast bei anderen Chören. Unser Repertoire reicht von der klassischen Männerchor-Literatur bis zu aktuellen Titeln (Adele „Rolling in the Deep“, Queen: „Crazy little Thing called Love“, Flying Pickets „Only you“, Eric Clapton „Tears in Heaven“ und vieles mehr). Dazu kommen auch geistliche Programme, die wir im Rahmen von Gottesdiensten oder geistlichen Konzerten aufführen, und natürlich gibt es auch alljährlich ein stimmungsvolles Weihnachtskonzert. In unserer jährlich stattfindenden „Langen Nacht des Weins“ präsentieren wir einen großen musikalischen Bogen von Opernchören, klassischen Weinliedern bis zu zeitgenössischen Pop-Titeln. In der Regel singen wir a-cappella, also ohne Instrumente, was aber nicht heißt, dass wir uns nicht auch gerne mal Klavier, Gitarre, Cajon oder eine kleine Band dazu nehmen. Wir freuen uns immer über ambitionierte Sänger. Man muss zwar nicht vom Blatt singen können (dafür gibt es bei uns Lern-mp3s, mit dem man seine Stimme lernen kann), aber Flexibilität und Offenheit für alle musikalische Richtungen sollte Voraussetzung sein.
Hier gehts zur Chronik des feuchten Ecks ->
Der Chorleiter
Klaus Breuninger studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe Klavier, Gesang und Dirigieren, sowie als Ganzjahresstudent bei Prof. Helmuth Rilling an der Internationalen Bachakademie Stuttgart. 1988 lehrte er für einige Monate an der University of Zululand (Republik Südafrika) Gesang sowie Musiktheorie und leitete den Chor der Universität. Seit Abschluss seines Studiums ist Klaus Breuninger als freier Musiker und Leiter mehrerer Amateur- und Profichöre und -Orchester tätig. Mit professionellen Sängerkollegen aus ganz Deutschland gründete er 1998 „Die Meistersinger“, die Konzerte in ganz Deutschland singen und von denen es auch fünf erfolgreiche CDs im Handel und allen großen Streaming-Diensten gibt.
Beim Label „musicpartner“ entstand unter der musikalischen Leitung von Klaus Breuninger eine weltweit vertriebene Reihe von CDs mit dem Titel „Chorsingen leicht gemacht“, mit denen sich ChorsängerInnen alle großen Oratorien zuhause erarbeiten können.
Neben reger Konzerttätigkeit mit seinen Ensembles ist es Klaus Breuninger auch wichtig, mit Menschen einfach „just for fun“ zu singen – in seinen Spaßchören und beim sogenannten „Singvergnügen“ wird gemeinsamnalles gesungen, was Spaß macht: Rock, Pop oder Schlager.
Engangement
Selbstverständlich können Sie die Sänger des Feuchten Ecks auch für eine private oder Firmenfeier buchen. Egal ob Sie mehr an eine feierliche, lustige, unterhaltsame oder moderne Gestaltung denken, können wir stets mit vielen Vorschlägen dienen. Grundsätzlich sind wir vom Repertoire so breit aufgestellt, dass wir alle Arten von Veranstaltungen bedienen können.
Je nach Anlass und gewünschter Auftrittslänge können wir Ihnen musikalische Vorschläge unterbreiten oder Sie nennen uns Ihre Wünsche.
Einen festen Preis gibt es bei uns nicht. Wir vereinbaren mit Ihnen einen Spendenbetrag der sich an dem Aufwand für den Auftritt orientiert. Falls Sie zusätzlich ein noch abwechslungsreicheres Programm wünschen, zum Beispiel mit Wortbeiträgen, Solovorträgen oder Instrumentalvorträgen, können wir das für Sie gerne organisieren, sodass wir Ihnen ein Komplettprogramm bieten.
- Hochzeiten
- Gottesdienste
- Jubiläumsfeiern
- allg. Firmenfeiern
- Gedenkfeiern
- Geburtstagsfeiern
- Advents- oder Weihnachtsfeiern
- Beerdigungen
- Trauerfeiern
- uvm.
Geschichte
Geschichte des Männerchores „Feuchtes Eck“
im MGV Neuhausen/Filder 1851 e.V.
Die Entstehung des Feuchten Ecks geht auf das Jahr 1908 zurück. Damals sind junge Männer des Jahrgangs 1888 aus Neuhausen geschlossen zur Musterung nach Esslingen gefahren. Dieses Ereignis haben sie mit vierstimmigen Gesängen begleitet. Vor dem „Deutschen Haus“ in Esslingen hat die Gruppe so gut gesungen, dass der Major wünschte, sie sollen nochmals singen. Das war die Urzelle des Feuchten Ecks. Über den Ursprung des Namens gibt es viele Geschichten und Anekdoten, die allesamt schwer zu beweisen sind. Letztlich ist der Chor mit seinem eigenwilligen Namen ein Stück Neuhausener Originalität.
Schon während, vor allem aber nach ihrer Militärzeit haben die jungen Sänger das Singen nach der offiziellen Singstunde der „Eintracht“ in den Wirtschaften weiter gepflegt. Häufig wurden Sie von den Gästen oder den Wirten dafür freigehalten. Die vorgetragene Literatur hat sich aus dem Liedschatz des Männergesangvereins „Eintracht“ ergeben. Diese Gemeinschaft von jungen Sängern fühlte sich so verbunden, dass sie einen eigenen Vorstand wählten. Von 1911 bis 1913 führte Richard Haas, der spätere Ortsvorsteher, die Sängerschar als Vorstand an. Ab 1913, unter Vorstand Richard Rank, sind dann regelmäßige eigene Singstunden belegt.
Die Probezeit war sonntags von 15 Uhr bis 18.30 Uhr. Anschließend sind die bereits bestens bekannten Wirtschaftstouren gemacht worden und die Überlieferung berichtet, dass an manch einem Sonntag jede Neuhäuser Wirtschaft besucht wurde. Die Auftritte des Feuchten Ecks waren willkommene Abwechslungen und die Lokale waren stets mit Sangesfreunden überfüllt.
Nach dem ersten Weltkrieg hat das Feuchte Eck eine neue Blütezeit erfahren. Vorstand war Franz Beron und Dirigent der Lehrer Ottmar Kärcher. Trotz anfänglich wirtschaftlich schwerer Jahre hat das Feuchte Eck sein Fortbestehen bis zum zweiten Weltkrieg erhalten und erst durch die Kriegswirren die regelmäßigen Termine eingestellt.
Bald nach dem Krieg haben sich wieder junge Männer unter dem Dach des Feuchten Ecks getroffen und vorerst ohne eigene Singstunde nur Ausflüge veranstaltet. Diese mehrtägigen Reisen führten die Sänger zum Beispiel nach Pfronten, Oberammergau und ins Walsertal. Im Jahre 1953 verspürte man wieder den Drang nach eigener musikalischer Betätigung. Dazu hat man am 29. Dezember 1953 im Gasthaus zur Linde wieder eine vereinsmäßige Struktur mit Vorstandschaft und Vizedirigent eingerichtet und fortan regelmäßige eigene Singstunden abgehalten. Unter Manfred Bauer und später Horst Eisele als Vorstand und Reinhold Beron als Vizedirigent nahm das Feuchte Eck eine vielbeachtete Entwicklung.
Der hauptamtliche Dirigent und gleichzeitig Dirigent des Hauptvereins Ernst Gäckle stand als musikalischer Förderer der jungen Truppe ab 1954 bereit. Mit Ihm wurden in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts einige Rundfunkaufnahmen durchgeführt, 1965 und 1973 hat sich das Feuchte Eck sogar auf einer Schallplatte musikalisch verewigt. Den Dirigentenstab übernahm 1976 Herr Professor Hempel. Mit Ihm wurde die solide musikalische Basis organisch weiterentwickelt. Ab 1991 hat Ulrich Walddörfer das Amt des Feuchten-Eck-Dirigenten übernommen da Professor Hempel zeitgleich als Dirigent für den neugeschaffenen Frauenchor gebraucht wurde. Mit Ulrich Walddörfer hat sich das Repertoire deutlicher vom Männerchor des Vereins abgehoben. Auch die Vortragsart wurde frischer. Durch seine Berufung zum Chefdirigenten des Stuttgarter Liederkranzes blieb für sein Engagement beim Feuchten Eck keine freie Kapazität übrig, so dass 1995 Paul Theis das Amt des Dirigenten im Feuchten Eck übernahm. Seine Arbeit war geprägt durch ein sehr intensives sängerisches Arbeiten an den unterschiedlichsten Stücken. Hier kam dem Feuchten Eck die Sängerausbildung von Paul Theis sehr zugute. Auch durch die Darbietung der unterschiedlichsten Literatur fanden immer wieder junge Sänger zum Feuchten Eck und haben dessen Bestand gesichert.
Seit 2004 ist Klaus Breuninger der Dirigent des Feuchten Ecks. Mit ihm wurde konsequent die eingeschlagene musikalische Richtung weiterverfolgt. Diese Reihe hochkarätiger professioneller Dirigenten ist mit ein Grund für die Leistungsfähigkeit des Chores. Neben den traditionellen Männerchören gehören auch internationale Volkslieder meist in Originalsprache, Evergreens-, Schlager- und aktuelle Popbearbeitungen bis in die 2020er Jahre zum Standardrepertoire des Feuchten Ecks.
Ab 1969 wurde am Rosenmontag ein Kappenabend, meist im Saalbau, veranstaltet. Eigene Grillfeste und die Teilnahme an der Bierwecketse mit einem Weinprobierstand standen ebenfalls auf der Agenda.
Neben der intensiven Chorarbeit werden auch in loser Folge gerne Ausflüge und Reisen veranstaltet. Die mindestens dreitägigen Jahresausflüge, wo meist die ganzen Sängerfamilien eingebunden waren, gehörten seit 1968 zum festen Jahresprogramm des Feuchten Ecks, Lugano, Zirl-Innsbruck, Rohrdorf, Oberlauda, Opfingen (Südbaden), Tannheim, Sonderdorf (Allgäu), Kaisers, Pertisau seien nur exemplarisch für die vielen Destinationen genannt. Diese sind 2005 durch Konzertreisen im Zweijahresrhythmus ersetzt worden. Die erste dieser Konzertreisen hat das Feuchte Eck nach Schweden in das Gebiet südlich von Stockholm geführt. In Verschiedenen Orten haben wir insgesamt vier Kirchenkonzerte gegeben. 2007 führte die Konzertreise nach Kärnten. Neben einem Gottesdienst, einem anschließenden Kurzkonzert und einem Konzertabend in Kötschach-Mauthen ist von dieser Familien-Konzert-Reise vor allem eine Rafting Tour herauszuheben. Die Reihe von Ausflügen wurde in den folgenden Jahren mit Besuchen in der Steiermark, an die Deutsche Weinstraße, den Kaiserstuhl, ins Allgäu und nach Bayern fortgesetzt.
Gerne reisen die Sänger auch zu Weinfesten nach Grantschen, Uhlbach und nach Uelversheim in Rheinhessen, um neue Sangeskontakte aufzubauen und zu pflegen.
Selbstverständlich hat das Feuchte Eck stets die Konzerte und Veranstaltungen des Männergesangvereins unterstützt und ergänzt. Gern gepflegt werden auch die Verbindungen zu anderen Vereinen im Ort. Mit dem Harmonikaspielring wurden etliche gemeinsame Konzerte bestritten. Dabei hat man stets neben eigenen Darbietungen gemeinsam mit dem ersten Orchester des Harmonikaspielrings ein gemeinsames Stück dem Publikum präsentiert. Die Jubiläumsfeiern beim Spielmannszug der Bürgergarde und dem Kleintierzuchtverein, die Programmgestaltung beim Deutschlandpokal des Tischtennisverbandes unter der Leitung unseres ortsansässigen Tischtennisvereins oder die Veranstaltungen des Obst- und Gartenbauvereins sind weitere Kooperationen. Ein Highlight in der Konzert Vita des Chores ist das Konzert zum Schillerjahr 2009 bei der Schillergesellschaft in Lorch. Hier wurde ein Programm geboten, das sich ausschließlich aus Titeln mit Schillertexten zusammengesetzt hat. Dieses Programm ist in Zusammenstellung und Sangesqualität ein Referenzauftritt für alle Männerchöre. Im Jahr 2011 wurde an einem Wochenende bei der Chorvereinigung Vaihingen das Fauré-Requiem gesungen und in Neuhausen die Aufführungen des Theatervereins durch zwei Auftritte unterstütz. 2013 war das Feuchte Eck Teil der Inszenierung des Theatervereins. Als herausragendes Erlebnis für die Sänger gilt ein geistliches Konzert in der Basilika zu Weingarten in einer Lock-Down-Pause im September 2020. Das Singen in dieser größten Barockkirche nördlich der Alpen berührte uns Sänger nachhaltig.
Dass das Feuchte Eck in den letzten Jahren am Morgen des „Heiligen Abends“ in den Alters- und Pflegeheimen und Altenbegegnungsstätten gesungen hat, entspringt einer langen Tradition. Schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden am Heiligen Abend kranke Sänger und Ehrensänger mit einem Ständchen erfreut. Dieses adventliche Singen wurde ab 2008 durch ein eigenes Advents-Benefiz-Konzert ergänzt. Dieses Konzert findet regelmäßig statt und unterstützt unterschiedliche Projekte in Neuhausen und unserer Region oder die Jugendarbeit im MGV. Für diese Konzerte und die verschiedensten Auftritte in der Adventszeit hat sich das Feuchte Eck ein beachtliches stehendes Advents- und Weihnachtsprogramm erarbeitet. Ebenfalls zu einer schönen Tradition ist inzwischen die Mitgestaltung der Krippenandacht an der Krippe der Franziskanischen Gemeinschaft in der Liebfrauenkapelle geworden. Aus dieser Verbindung entstand ab 2012 jährlich im Oktober die Mitgestaltung der Marienandacht der Franziskanischen Gemeinschaft, wo wir zum Anlass passende Chöre vortragen.
Ein Schwerpunkt neben den bereits erwähnten Advents- und Weihnachtsliedern sind Weinlieder. Hier ist es über die Jahre gelungen, ein sehr umfangreiches und abwechslungsreiches Repertoire aufzubauen. Neben vielen Klassikern kann man aus diesem Genre von uns auch manches Schmankerl hören. Im Juni 2012 konnte sich unser Publikum davon im Rahmen eines Weinabends ein Bild machen. Wir brachten die gesamte Bandbreite von Opern- und Operettenchören, über klassische Männerchöre und Originalkompositionen bis hin zu Schlagern rund um den Wein auf die Bühne. Dieses Konzert kann von der ganzen Welt auszugsweise auf YouTube nachgehört werden. Aufgrund des Erfolgs dieses Abends findet mittlerweile jährlich unsere “Lange Nacht des Weins” statt, zu der jeweils die amtierende württembergische Weinkönigin oder Weinprinzessin anwesend ist. Das Repertoire hat sich entsprechend weiterentwickelt. Neben den obligatorischen Weinliedern wird der größte Teil des Abends mit Schlager-, Rock- und Popbearbeitungen bestritten.
Bei einem geschichtlichen Rückblick dürfen auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie von März 2020 bis April 2023 auf den Chorgesang nicht unerwähnt bleiben. Das Feuchte Eck begann schon zwei Wochen nach dem ersten Lock Down technische Hilfsmittel für Distanzproben zu nutzen. Mittlerweile gehören Jamulus, CANTAMUS, mp3 Aufnahmen und unser Beat Buddy zum Standardwerkzeug beim Erlernen neuer Stücke. Anstatt des traditionellen Adventskonzerts wurde ein elektronischer Adventskalender mit Videobeiträgen und lokalen Tipps verteilt. Da in 2021 die Lange Nacht des Weins im Mai abgesagt werden musste, ist aus dieser Situation heraus ein Streamingkonzert entstanden, das wir in der Egelseehalle aufgenommen und über das Internet in alle Welt ausgestrahlt haben – selbstverständlich fanden wir auch eine Lösung für die individuellen Weinproben im Rahmen der geltenden Hygienevorschriften. Im vierten Anlauf konnten wir dann am 30. Oktober 2021 wieder, unter strengen Hygienemaßnahmen, eine Lange Nacht des Weins durchführen. Das Publikum war dankbar, endlich wieder etwas Normalität vermittelt zu bekommen. Durch diese kontinuierlichen Aktivitäten und öffentliche Präsenz konnte das Feuchte Eck im Gegensatz zu vielen anderen Chören ein signifikantes Sängerwachstum verzeichnen und sein Repertoire mit modernen Songs erweitern.
All dies geht nur mit der Unterstützung unserer Familien. Daher veranstalten wir auch weiterhin jährlich unseren mehrtägigen Familienausflug an viele unterschiedliche Orte der Geselligkeit und Freizeitaktivitäten.
Wer durch diesen Bericht oder unsere Auftritte Interesse am Singen in einem außergewöhnlichen Männerchor gefunden hat und über musikalische Vorkenntnisse verfügt, ist als Sänger jederzeit herzlich willkommen. Die Stärke des Feuchten Ecks ist neben der musikalischen Leistungsfähigkeit auch der familiäre Zusammenhalt.
Das Feuchte Eck würde sich freuen, seine Musik auch in Zukunft mit neuen Sängern in seinen Reihen zur Freude der Zuhörer präsentieren zu können.

Letzte Kommentare